Babas Vermächtnis – Eine Buchrezension

Als Michael Hetzner mit seinem Roman “Babas Vermächtnis” auf mich zu gekommen ist, war mir schnell klar, dass ich das Buch lesen möchte. Wie mir das Buch gefallen hat, möchte ich euch jetzt verraten.

Alle infos zum Buch

Babas Vermächtnis

Titel: Babas Vermächtnis
Verlag: Wenz Verlag
Erschienen: 19.10.2022
Seiten: 224
Klappentext:
Gucci oder Prada, Porsche oder Mercedes? So viele Entscheidungen am frühen Morgen … Als Nichte des russischen Präsidenten ist Swetlana privilegiert. Geld regiert die Welt und so hat sie früh gelernt, mit entsprechenden Scheinchen Ärgernisse aus der Welt zu schaffen. Doch so oberflächlich ihre Welt voll Glitter und Glamour erscheinen mag – Swetlana ist talentiert, intelligent und sucht nach ihrem Platz im Leben. Das Sternbild des Einhorns werde ihr den Weg weisen, meinte Baba einst, und sie möchte gern den letzten Wunsch ihrer verstorbenen Großmutter erfüllen. Doch das ist leichter gesagt als getan. Auf ihrer Reise nach St. Petersburg erweist sich der Mann ihrer Träume als Reinfall, dann überschlagen sich plötzlich die Ereignisse und sie muss vor einer Verbrecherbande fliehen.


“Babas Vermächtnis” klang für mich zu gleich verrückt und tiefgründig, gepaart mit dem Russland Bezug, hat es mich einfach sofort angesprochen. Mein Interesse war also geweckt, doch ob das Buch meine Erwartungen auch überzeugen konnte?

Babas Vermächtnis

Meine Meinung

Schreibstil

Bereits zu Beginn hat der Schreibstil von Michael Hetzner dafür gesorgt, dass ich mich schnell ins Buch einfinde. Schön finde ich auch, wie er die literarischen Zitate, vor allem von Anna Achmatova, einbaut und damit die Atmosphäre und das Geschehene perfekt beschreibt.

Story

Die Geschichte mochte ich vor allem zu Beginn sehr gerne. Swetlana, ihre Sicht auf die Welt und die Menschen, um sie herum sind sehr interessant. Ich war auch sehr gespannt darauf, wie sie den letzten Wunsch ihrer Baba erfüllen wird. Auch als die Geschichte angefangen hat sich zu wenden, mochte ich die Story an sich, aber das Tempo war mir zu schnell und das Ende zu kurz. Ich hätte es einfach schöner gefunden, wenn es da noch ein bisschen mehr Tiefe gegeben hätte, damit das Ende auch verständlicher wird. Ich hätte es nämlich anders erwartet. An dieser Stelle möchte ich aber auch nicht spoilern, weswegen ich das nur so grob anreiße.

Im Grunde sucht Swetlana nach ihrer Liebesgeschichte und versucht dabei den Ansprüchen ihrer Oma gerecht zu werden. Doch der perfekt erscheint, erweist sich als ungeeignet für ein Leben mit Swetlana, weshalb sie sich umorientieren muss und was soll ich sagen: Die Liebe fällt wohin sie will.

Charaktere

Swetlana ist für mich eine sehr spannende Protagonistin gewesen. Sie ist in einer sehr oberflächlichen Welt groß geworden und genauso wirkt sie auch nach außen. In ihr drin sieht es aber ganz anders aus und das hat sie ihrer Baba zu verdanken, die sie in die tiefgründige Welt der Literatur geführt hat. Diese Ambivalenz spiegelt sich auch öfter in ihrem Charakter.

Von den Nebencharakteren fand ich den großen und kleinen Rasputin toll. Die beiden sind definitiv keine Sympathieträger, aber interessant und witzig. Allgemein konnte mich der Humor hier abholen.

Babas vermächtnis

Fazit

Zusammenfassend hat mir das Buch grundlegend schon gefallen. Insbesondere der Umgamg mit den Zitaten war für mich etwas besonderes und ich würde mich freuen, wieder etwas von dem Autor zu lesen.

Dennoch konnte mich “Babas Vermächtnis” nicht voll und ganz überzeugen. Mir hat es vor allem am Ende an Länge gefehlt. Außerdem hätte ich mir den Schluss ein bisschen anders gewünscht. Swetlanas Wahl am Ende kommt mir nämlich wie ein Rückschritt für sie vor. Somit komme ich auf eine Bewertung von 3/5 Sternen.

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